Planumsverbesserungsmaschine PM 200        letzte Änderung  26.03.03

Knape Gleissanierungs-GmbH 

Alle Informationen entstammen einem Prospekt der Fa. Plasser & Theuerer

VORTEILE   DES  SYSTEMS

- Ausführung der Arbeiten in Sperrpausen, ohne Ausbau des Gleises, dadurch geringe betriebliche Belastungen

- Material-An- und Abtransport ausschließlich im Baugleis

- keine Inanspruchnahme von Sperrpausen im Nachbargleis

- keine Materialvorlagerung

- hohe Arbeitsqualität, nahezu keine Beeinflussung der Arbeit durch    Niederschläge

- geringer Abstand zwischen Material-Aus- und Einbau

- keine Belastung des Untergrunds durch die Bauausführung

- umweltfreundlich, keine Flurschäden u.ä.

 

Ein tragfähiger Untergrund ist Grundvoraussetzungfürdiestabile
Lage der Gleise. In Streckenabschnitten mit Unterbauproblemen
,(z.B. Lehm) bewährt sich der Einbau einer Planumsschutzschicht
aus Kiessand. Aufgabe der PM 200 ist der wirtschaftliche mechanisierte Einbau einer derartigen Planumsschutzschicht, wobei folgende Bedingungen zu erfüllen sind:

  • - der Aushub (Altschotter und Unterbau bzw. Untergrund) ist aufzunehmen

  •  

  • - die Planumsschutzschicht und ein Teil des neuen Schotters (etwa 15 cm verdichteter Schotter unter den Schwellen) müssen eingebaut werden

  •  

  • - der Unterbau und die eingebauten Materialien müssen plan abgezogen werden

  •  

  • - die eingebauten Materialien sind zu verdichten

  •  

  • - weder die Unterbaukrone noch die Planumsschutzschicht dürfen befahren werden und


  • - die Maschine soll so ausgelegt sein, daß die Benutzung des Nachbargleises entfällt und für das Nachbargleis keine einschränkenden Bedingungen gestellt werden müssen

Diese Bedingungen sind dem Lastenheft der Deutschen Bundesbahn entnommen.

Die Planumsverbesserungsmaschine besteht aus drei miteinander verbundenen Fahrzeugen: einer sechsachsigen Antriebseinheit, der neunachsigen Hauptmaschine für Altmaterial-Aushub und Neumaterial-Einbringung und einem als Satellit bezeichneten vierachsigen Maschinenteil mit Einrichtungen zum Fixieren der Gleislage. Die gesamte Antriebsleistung liegt bei ca. 1000 kW, das Gewicht der Anlage bei 300 Tonnen.

Die Hauptmaschine trägt die Antriebsaggregate zum Aushub des Bettungsmaterials und zum Einbringen des für die Sanierung und Einschotterung notwendigen Neumaterials, eine Planiereinrichtung und Verdichter sorgen für die Herstellung einer plan abgezogenen und verdichteten Kies-Sand-Schicht.

Während des Arbeitseinsatzes wird das Gleis im Arbeitsbereich durch Hebeeinrichtungen gehalten. Je eine Hebeeinrichtung ist im Bereich der Aushubkette und im Bereich der Arbeitsaggregate zwischen Sand und Schottereinbringung angeordnet.

Ein weiterer, als Satellit bezeichneter Maschinenteil fährt auf zwei zweiachsigen Drehgestellen. Dieser Maschinenteil enthält für jeden Schienenstrang eine Hebe- und Richteinrichtung und ein Stopfaggregat. Die Aggregatgruppe ist in Schienenlängsrichtung beweglich, da der Arbeitsfortschritt der gesamten Maschine kontinuierlich abläuft und die Stopfaggregate zyklisch arbeiten müssen.

Die Hauptmaschine und der Satellit enthalten Speicher für das Kies-Sand-Gemisch und für den Neuschotter sowie die notwendigen Fördereinrichtungen, um das Material zu den Verfülleinrichtungen zu bringen. Die Speichermöglichkeiten bieten die Gewähr, dass die Maschine kontinuierlich arbeiten kann, auch wenn die Anlieferung zyklisch erfolgt.

Diese Maschine wurde im Dezember 1983 an die Firma Knape Gleissanierungs-GmbH & Co ausgeliefert und ist seit März 1984 in der Bundesrepublik Deutschland im Einsatz.


Für die von der Hauptmaschine ausgeführten Arbeitsgänge sind in der entsprechenden Reihenfolge nachstehende Aggregate vorgesehen:

  • • Aushubkette zum Ausheben des Bettungsmaterials sowie Förderbänder zum Weitertransport des Aushubmaterials in den Bereich vor der Maschine

• Plattenverdichter zum Planieren der Unterbaukrone

  • • Förderbänder für die Sandeinbringung

  •  

  • • Planierschild zum Planieren der Sandoberfläche

  •  

  • • Plattenverdichter zum Konsolidieren der Sandschicht

  •  

  • • Förderbänder und Schurren zur Schottereinbringung

Planumsverbesserungsmaschine PM 200
Arbeitsvortrieb  ca. 30 - 70 m/h
Aushubkapazität der Kette  0 - 360 m3/h
Bauhöhe der Kette 400 mm
Geschwindigkeit der Kette  0 - 1,3 m/s.
Reißkraft der Kette  ca. 20 t
Max. Aushubtiefe unter Schwellenunterkante  1 000mm
Materialeinbau insgesamt  120- 160 m3/h
Installierte Leistung  ca. 1 000 kW
Länge über Puffer Antriebsteil  19 600 mm
Hauptmaschine     44 600 mm
Satellit     19 740 mm
Gewicht des Maschinensatzes  ca. 300 t
Höchstgeschwindigkeit im Zugsverband  90 km/h
- alle Bilder Gbf. Uelzen 19.07.1988 -

97 19 23 801 17-1  Planumsmaschine PM 200

 

97 19 25 901 17-7   Übergabemaschine PM 200

97 33 27 901 17-7   Krantransportwagen KTW

97 19 24 901 17-8 Antriebswagen PM 299

 

Material-Förder- und Siloeinheit MFS 40 (System Plasser-Knape) Bei einem Arbeitsfortschritt von z. B. 150 Meter/Schicht werden 560-750 m3 Material ausgehoben. Dieses Material muss entsprechend dem Arbeitsvorschub aus dem Baustellenbereich weggeschafft werden.

Um dies zu ermöglichen, wurde die Material-Förder- und Siloeinheit MFS 40 entwickelt. Es handelt sich dabei um sechsachsige Arbeitsgeräte, die in beliebiger Anzahl zu einem Materialzug zusammengestellt werden können.

Am Boden jedes MFS 40 befindet sich ein über die ganze Wagenbreite gehender Fördergurt und an der Stirnseite ein breites Abgabeförderband.

Das Aushubmaterial fällt von der Maschine kommend auf den Bodengurt, wird zum Abgabeförderband gebracht und an die nächste Einheit übergeben. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die am weitesten entfernte Siloeinheit erreicht wird. Bei dieser vordersten Siloeinheit ist das Abgabeförderband an der Stirnseite des Wagens in Ruhestellung.

Auch der Fördergurt am Boden des Wagens ist so lange in Ruhestellung, bis die obere Füllgrenze erreicht ist. Dann wird der Fördergurt in Bewegung versetzt und dadurch im Übergabebereich freier Raum für die weitere Beladung geschaffen. Durch die dem Fülltempo angepasste Geschwindigkeit des Fördergurts wird die ganze Siloeinheit vollständig gefüllt. Das Fassungsvermögen einer Siloeinheit beträgt 40 Kubikmeter.

Nach Füllung einer Teilgruppe des Abraumzuges kann diese von der Restgruppe abgekuppelt werden, zu einer Entladestelle gefahren und dort entleert werden, während die Restgruppe des Abraumzuges noch befüllt wird. Das Entladeband ist nach beiden Seiten ausschwenkbar. Die Entladung kann dabei auf einer Deponie erfolgen oder es können LKW's oder Waggons am Nachbargleis beladen werden. Sämtliche Einheiten des Abraumzuges können durch Ausschwenken aller Abgabeförderbänder gleichzeitig entleert werden. Die Entladung eines Wagens dauert ungefähr fünf Minuten.

Material-Förder- und Siloeinheit

Siloinhalt 

40 m3

Entladezeit 

ca. 5 Min.

Motorleistung

50 kW

Länge über Puffer

18 -300 mm

Zulässiges Gesamtgewicht

 96 t

Eigengewicht

37 t
Nutzlast: 56,0 t
V max: 100 km/h
   

97 19 21 502 17-7 Baujahr 1983

Uelzen 06.09. 2002

97 19 21 514 17-2  Gbf. Uelzen 19.07.1988

Die Neumaterialzuführung

Die Planumsverbesserungsmaschine benötigt die getrennte Zuführung eines Kies-Sand-Gemisches und von Schotter. Dazu ist im besonderen der bei der Deutschen Bundesbahn bereits im Einsatz stehende Abraumverladezug AR 80 geeignet. Dieser Behälterzug hat eine Leistungsfähigkeit von etwa 120 bis 160 m³/h.

Für die Sanierungsarbeiten werden pro Meter Gleis ca. 1,8 m³ Sand und 1,5 m³ Schotter benötigt.

In diesem Verhältnis müssen die Behälter mit Sand und Schotter gefüllt sein. Mit Portalkranen, die auf den Waggons fahren, werden die Behälter zur Planumsverbesserungsmaschine gebracht und in die entsprechenden Speicherbehälter der Maschine entleert.

Die Planumsverbesserungsmaschine PM 200 kann auch zur vollständigen Bettungserneuerung eingesetzt werden. Durch Anheben des Gleises wird die entsprechende Aushubtiefe reguliert. Der Neuschotter kann in diesem Fall bereits über die Sandeinfülleinrichtungen der Maschine auf das verfestigte Erdplanum aufgebracht werden.

 

Zur Zeit keine Bilder vom AR 80 vorhanden

 

     

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